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Donnerstag, 5. Januar 2012 - 11:30 Uhr
Ressourcenvernichtung durch Kontrollwahn?

Nicht nur, aber besonders im Sozial- und Gesundheitsbereich ist seit einigen Jahren neben Einsparungen beim Personal und deutlich steigendem Arbeitspensum eine ständige Zunahme von neuen Dokumentationserfordernissen und Kontrollen beobachtbar. Und oft weiß niemand, was mit diesen Daten getan werden soll.

Die sukzessive Bürokratisierung und Arbeitsverdichtung belastet nicht nur die KollegInnen, sowohl in ihrem beruflichen Selbstverständnis als auch gesundheitlich, sondern lässt immer weniger Zeit für die eigentliche Kerntätigkeit in der unmittelbaren Arbeit mit KlientInnen und PatientInnen.

Das verschlechtert die Arbeitsbedingungen, stellt Sinnstiftung und Qualität unserer Leistungen in Frage und ist auch höchst unwirtschaftlich.

Die Interessengemeinschaft work@social in der GPA-djp fordert daher als Entlastung: Konsequente Entbürokratisierung und die Abkehr vom Dokumentations- und Kontrollwahn!

Das laß ich mal so stehen!
Eure Bee

Dienstag, 20. Dezember 2011 - 07:28 Uhr
BM Bures einigt sich mit ÖBB Management:

Mit dem Management habe man sich bereits darüber am Wochenende verständigt. Schon 2009 hatte Bures festgelegt, dass das damals bei 52,3 Jahren gelegene durchschnittliche Pensionsantrittsalter bei den ÖBB pro Jahr um ein Jahr erhöht werden müsse. Bures: "Das hat gegriffen, Ende 2011 liegen wir bei 54,5 Jahren. Aber auch dieses Antrittsalter ist zu niedrig, darum stoppen wir ab 2012 die Frühpensionierungen generell."

Allein in den letzten zehn Jahren wurden rund 8000 ÖBB-Mitarbeiter frühpensioniert (Bures: "Das war ein Personalabbau" ).

Damit ist es also erklärter Maßen eine Tatsache, daß auch staatsnahe Betriebe - wie in der Vergangenheit (Lehrer) auch der öffentliche Dienst - MItarbeiter und Mitarbeiterinnen in die Frühpension gedrängt haben um im eigenen Budget Kosten zu "sparen".

Daß diese Kosten an anderer Stelle wieder entstanden sind - Pensionskassen, Steuerminderung etc.) interessierte die Politik bislang offenbar nicht wirklich. Genauso wie viele Betriebe in der Privatwirtschaft wurden Kosten einfach dem Steuerzahler umgehängt und die betroffenen Mitarbeiter oft als Sozialparasiten stigmatisiert.

Denn eines wird offenbar weder für Privatwirtschaft noch für staatsnahe Betriebe und oft auch den öffentlichen Dienst in Aussicht gestellt: Die Möglichkeit tatsächlich bis zum 65 Lebenjahr zu arbeiten. Weder werden die Arbeitsbedingungen so gestaltet, daß die Mitarbeiter dieses Alter gesund im Betriebe erreichen, noch besteht ein wirkliches Interesse diese - ach so teuren - Mitarbeiter so lange zu beschäftigen. Da schieben wir sie lieber ab. Und wenn nicht in die Frühpension, dann halt in die Arbeitslosigkeit.

Das meint Eure Bee


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